14.11.2016 by Martin Hahn

I AM ULTRA


Ein Ultra Lauf, dieses Ziel wurde geboren als ich die Finisher beim Zugspitz-Ultratrail in Grainau bejubelte. Nach der Kurzstrecke die ich im Rahmen dieser Veranstaltung gelaufen bin, hab ich sie mir angeschaut, die Ultras, die nach 60, 80 oder 100km ins Ziel eingelaufen sind, hier gab es Teilnehmer die noch relativ entspannt im Ziel ankamen. Das konnte ich nicht glauben, mein erster Gedanke, das schaffst Du auch. Und so nahm ich den Traum mit nach Hause. Nach einer tollen Rennrad Saison mit dem Bergziegen Team fühlte ich mich so stark das es klappen könnte einen Ultra zu laufen, also mindestens 50km mussten es sein. Ich suchte mir hierfür eine anspruchsvolle Strecke in meiner Gegend aus, es sollte ohne großen realisierungsaufwand funktionieren. Da ich für meinen ersten Versuch nicht an einer Veranstaltung teilnehmen wollte musste ich mich selbst versorgen.

Wasser, Gel, Riegel, ausreichend Kleidung für nach dem Lauf und Rücktransport musste organisiert werden. Gesagt, getan. Samstag früh in Diez an der Lahn ging es gegen 08:00 Uhr bei 1°C los, dank einer sehr guten Beschilderung war der Lahnwanderweg  gut zu finden. Die ersten 10km vergingen wie im Flug, bis Kilometer 20 sind die Meter nur so an mir vorbei geflogen. Die Sonne kommt raus ich fühle mich in meinen Schuhen wohl und die Temperatur sah auf dem Thermometer schlimmer aus wie gefühlt. Bei km 25 dachte ich mir schon ab und an ob es nicht doch ein wenig anstrengend werden würde. Aber was soll das, wer hat gesagt das es einfach werden würde. Weiter geht’s. Ich komme immer wieder an wunderschönen Plätzen vorbei und freue mich weiter gelaufen zu sein. Zwischen km 33 und 37 wurde es das nächste Mal schwer, ich motivierte mich immer wieder neu, noch 3km bis zum nächsten Gel, nur noch 6km dann sind die 40km voll, noch 2km bis zum Marathon. Die Ab und Aufstiege werden allmählich langsamer, die Knie melden sich – jetzt kommt die Quittung für die kurze Vorbereitungszeit. Der letzte lange Abstieg nach Bad Ems zieht sich, nur noch 5km bis an den Bahnhof in Nievern, die Strecke verläuft die letzten Meter an der Lahn entlang und das gesteckte Ziel rückt immer näher – was zunächst unerreichbar war ist jetzt geschafft! Die 50km sind geknackt und kein Schritt weiter, die Knie wund und unsagbar zufrieden warte ich auf meine Eisenbahn und genieße die vielen eindrücke des Laufs. Das war er mein erster Ultra, in 2017 muss es weiter gehen.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Chris L. (Mittwoch, 16 November 2016 14:14)

    HHHM = Hart-Härter-Hahne-Maddin